CC BY-NC-SA
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Beschreibung

Der Tropfrinnenzieher gehört zu den Werkzeugen für die Harzgewinnung. Gleich nach dem Röten der Bäume wurde mit dem Dexel in der Mitte der Lachte (Harznutzungsfläche) eine Tropfrinne gezogen. In ihr fließt das Harz aus den Schnittrillen in einen am Ende der Tropfrinne angebrachten Harztopf. Der Tropfrinnenzieher ist eine Art Hobel mit einem langen und am Ende leicht gebogenen Holzstiel. In die Mitte des Stieles wurde eine 5 mm starke und 3 cm breite Metallhalterung für den eigentlichen Hobel eingesetzt und mit zwei Schrauben befestigt. Als Hobel diente eine entsprechend der Breite einer Tropfrinne gebogene und geschärfte Stahlklinge. Diese schraubte man stumpfwinklig am vorderen Ende der Halterung an. Ein Metallnoppen, der in ein Loch der Klinge einrastete, verhinderte ein Verstellen des Winkels. Auf dem Stiel befindet sich ein Aufkleber der Herstellungsfirma: "Wigowi Forstwerkzeuge Wilhelm Göhlers Wittwe Freiberg/Sa.".

Objektart Werkzeug
Maße L: 40,0 cm, B: 7,8 cm
Material Holz, Stahl
Inventarnummer 00666
Stand der Infomationen 2023-11-25 11:26:18
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Museum für Stadtgeschichte Templin CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Museum für Stadtgeschichte Templin

Das Museum hat seinen Sitz im Prenzlauer Tor, einem der 3 Stadttore der vollständig erhaltenen mittelalterlichen Wehranlage Templins. 1957 eröffnete das Kreisheimatmuseum mit Ausstellungsmodulen zur Ur- und Frühgeschichte, zur Bodenreform und zur lokalen Arbeiterbewegung. In den folgenden Jahren reichte das Spektrum der Sammeltätigkeit von Alltagsgegenständen, Kleidung und Arbeitsgeräten bis zu volkskundlichen Objekten. Im Jahr 2004 entstand die Idee, das Prenzlauer Tor als Gesamtensemble in seinem historischen Erscheinungsbild wieder sichtbar und damit den kulturhistorisch bedeutsamen Ort des Übergangs, des Austausches und Transits erlebbar zu machen. Im Zuge des Umbaus ab 2010 sind störende Ein- und Umbauten entfernt, das historische Gemäuer freigelegt worden. Neue Stahl-Glas-Elemente im Bereich der alten Torbögen machen heute die Blickachse durch Tor, Zwinger und Vortor wieder sichtbar, den Ort als Durchgang und Übergang wieder erlebbar. Diesem Architekturerlebnis fühlt sich die 2012 eröffnete Dauerausstellung inhaltlich verpflichtet. Die über 800 für die Ausstellung ausgewählten Objekte und die sich harmonisch einfügende Ausstellungsgestaltung belegen die außergewöhnliche Geschichte einer Stadt, ihres Umlandes und ihrer Bewohner.

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