Zwei Petschaften der Seifensieder
Beschreibung
Mit Petschaften wurde neben der Unterschrift die Echtheit eines Dokumentes bestätigt. Sie sind die Vorläufer der Stempel. Seit dem 13. Jahrhundert sind Bürger- und Zunft-Siegel belegt. Siegelinhaber konnten mehrere Siegel führen. Je nach Bedeutung erfolgte die Besiegelung mit dem großen oder kleinen Siegel. In beiden Bildsiegeln ist der Seifensieder mit Rührholz hinter einem auf dem Herd stehenden Bottich dargestellt. Die teilweise abgekürzte und in damaliger Schreibweise wiedergegebene Umschrift lautet: "Siegel des Löblichen Handwerks der Seifensieder im Markgraftum Niederlausitz". Luckau war Sitz der Innung der Seifensieder der Niederlausitz. Sie stand unter dem Schutz der Landeshauptmannschaft. Briefe, z.B. aus Calau, Forst, Guben, Lübben, Vetschau, Sonnewalde und Spremberg belegen, dass man sich in den Handwerksangelegenheiten an den Obermeister nach Luckau wandte.
Siegel | |
L 15 Dm 5 cm/ L 10 Dm 3,5 cm | |
Messing, Holz | |
NLM VG 582/62 und VG 581/62 | |
2023-10-05 23:54:51 | |
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Dieses Objekt im Museum
Das Niederlausitz-Museum Luckau ist Bestandteil eines einmaligen historisch-authentischen Ensembles. In der Kirche des 1291 gegründeten Dominikaner-Klosters, seit 1747 Gefängnis und zuletzt bis 2005 Justizvollzugsanstalt - heute Kulturkirche - hat das Niederlausitz-Museum seit 2008 ein reizvolles Domizil gefunden. Die Klostergeschichte, der "Strafvollzug und Haftalltag in Luckau 1747-2005" mit der für Deutschland einzigartigen Darstellung der mehr als 250jährigen Gefängnisgeschichte in historischen Gefängniszellen sowie "Luckau - Tor zur Niederlausitz. Mensch. Kultur. Natur." sind Themen der Ausstellungen im neuen Ambiente. Der Sammlungsschwerpunkt liegt auf der Regionalgeschichte Luckaus und der nordwestlichen Niederlausitz. Von über 15.000 gesammelten Sachzeugen sind mehr als 1.000 Objekte dem Besucher zugänglich und 100 speziell in einem Ausstellungskatalog detailliert beschrieben. Sonderausstellungen, Schaumagazine, Veranstaltungen, Führungen, Audioguides, moderne Hör-und Medienstationen, Textmappen sowie ein Museumsshop ergänzen das Angebot.