Beschreibung
Dieses Instrument (Nr. 511) gehört zu den fünf „harpsichords“, die der renommierte englische Klavierbauer Burkart Tschudi (Burkat Shudi) für Friedrich II. von Preußen anfertigte. 1745 schenkte Tschudi dem preußischen König ein Instrument, vermutlich als Zeichen seiner Bewunderung für den Sieg des Königs in der Schlacht von Prag. Dieser Flügel ist heute nicht mehr nachzuweisen. Nach 1763 bestellte Friedrich II. für die Einrichtung des Neuen Palais in Potsdam vier Flügel bei Tschudi in London, die 1765/1766 angefertigt wurden. Die Instrumente trugen die Nummern 496, 511 und 512, die vierte Nummer ist nicht bekannt. Der Flügel mit der Nr. 496 befand sich bis zum Zweiten Weltkrieg im Schloss Breslau und gilt als verschollen, der Flügel Nr. 512 gelangte nach seinem Abtransport durch die Rote Armee aus dem Neuen Palais nach Moskau, heute im Glinka-Museum. Der Flügel mit der Nr. 511 hat sich an seinem Bestimmungort erhalten und das Neue Palais nur kurzzeitig verlassen, als er im Hohenzollermuseum ausgestellt war. Er ist somit das einzig erhaltene Instrument von ursprünglich fünf von Tschudi für Friedrich II. hergestellten Flügeln. Silke Kiesant
Musikinstrument | |
Außenmaß: Höhe: 95.00 cm Breite: 270.00 cm Tiefe: 105.00 cm | |
Gehäuse: Holz - Furnierholz: Mahagoni (Holz) - Beschläge: Bronze, gegossen - Tasten: Elfenbein, furniert | |
V 11 | |
2023-10-05 23:54:54 | |
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Dieses Objekt im Museum
Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.